Gesprächsabend am 09.09.26 zum Thema neue „Kriegstauglichkeit“ in Philemon

Am 09.09., um 19.00 Uhr findet ein Gesprächsabend zum Thema neue „Kriegstauglichkeit“ in Philemon statt!

Nach Einführung der Wehrerfassungsbriefe für unsere Jugendlichen zum 18. Geburtstag hat die Frage deutscher „Kriegstauglichkeit“ eine neue Qualität und Nähe zum Leben aller Familien bekommen.

Viele Jugendliche sind verunsichert und auch viele Eltern, die nun mit offenen Fragen herumlaufen, auch, dass sie sich selbst die Frage nach einem persönlichen Kriegseinsatz kaum stellen mussten. Wie kann ich jetzt ich mein Kind beraten? Niemand will es im Krieg sehen. Und doch sind wir gezwungen, auch unbequeme Fragen zu klären, das fordert diese Zeit.

Darum soll es an diesem Abend gehen, um Austausch von Erfahrungen, Einsichten und vielleicht auch von Gefühlen dazu, um in diesem Thema denk- und sprachfähig zu werden.

Im Beginn will ich einige Grundgedanken der „Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands“ als Anstoß nehmen. Sie ist unter dem Stichwort „Friedensdenkschrift“ leicht im Netz zu finden, auch eine gute Zusammenfassung der EKD dazu. Vor allem sollen aber die Gedanken und Fragen der Teilnehmenden Platz zur Aussprache und Diskussion finden. Der Abend wird mit einer Friedensbitte enden.

Im Blick auf die persönliche Entscheidungslage für oder wider Wehrdienst möchte ich betonen, dass ich im Ansatz zu diesem Abend beide Positionen für ethisch vertretbar halte. Das Ziel wäre doch, dass jede Entscheidung auch im Gewissen der Betroffenen verankert wird. Darum sind für diesen Abend ausdrücklich Vertreter aller Richtungen eingeladen. Gerade das Heraustreten aus unseren Meinungsblasen kann die Diskussion befördern.

Eine Anfrage habe ich auch an eine sprachfähige Soldatin der Bundeswehr gegeben, die sich – so hoffe ich – Zeit für dieses Gespräch nehmen wird. Ich würde mich überdies sehr freuen, wenn sich aus diesem Gespräch eine Gruppe erfahrener Menschen finden lassen, die sich im Weiteren auch anbieten würden, interessierten Jugendlichen beratend zur Seite zu stehen.

Stephan Uter