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Wie es alles anfing

Die Geschichte der Y’s Men’s Clubs ist ohne die des CVJM (YMCA) nicht denkbar, obwohl es durchaus Clubs in Orten ohne CVJM gibt. Aber das ist sicher die Ausnahme, bedingt durch eine sehr starke Ausbreitungsarbeit besonders in Dänemark. Von dort haben wir auch die ersten Impulse erhalten, vermittelt durch Otto Ewald, der zu einem Treffen im Februar 1967 nach Fredericia eingeladen wurde. Ottos Begeisterung fiel auf fruchtbaren Boden, und schon einige Monate später gründeten wir im Mai den Y’s Men’s Club Oberalster. Die Gründer waren etwas in die Jahre gekommene CVJMer und Eltern von Jungscharlern, denen die Unterstützung des CVJM ein wichtiges Anliegen war.

Wenn man sich sozusagen als „Produkt” des CVJM fühlt, ist es unerläßlich, an einige Daten aus dieser weltumspannenden Organisation zu erinnern:

  • 1844 Gründung des weltersten CVJM in London,
  • 1855 Gründung des CVJM-Weltbundes in Paris anlässlich der dort stattfindenden Weltausstellung,
  • 1880 Gründung des CVJM-Nordbundes in Hamburg,
  • 1890 Gründung des CVJM Hamburg (jetzt An der Alster 40),
  • 1951 Beauftragung der Jugendarbeit in Poppenbüttel durch Pastor Dr. Noffke an Otto Ewald und damit Beginn der CVJM-Jugendarbeit als Zweigabteilung des Zentralvereins in Hamburg.
  • 1965 erfolgte schließlich die Gründung des CVJM-Oberalster als e.V. unter dem damaligen Sekretär Gottfried Meyn.

Hier setzen wir den Bericht über die Y’s Men Entwicklung fort, da er sich chronologisch so schön einordnen läßt. Nach der Teilnahme einer größeren Gruppe unseres Clubs an einer Weltkonferenz in Kopenhagen Mitte 1970 - anläßlich dieser wir auch unseren künftigen Bruderclub Vejle kennen lernen sollten, kam es dann am 24. Oktober 1970 zur feierlichen Charterung in der Poppenbütteler Marktkirche unter Pastor Dr. Puschmann. Der Club wuchs auch um Jüngere Mitglieder, zum Beispiel aus dem sogenannten „losen Kreis” des CVJM und aus der Gemeinde.
Nach etwa zehn Jahren oder auch innerhalb dieser Zeit hatten sich Interessengruppen gebildet, bedingt auch durch die Altersstruktur, sodass es zweckmäßig erschien, den Club zu teilen, zumal wir einen hohen Mitgliederbestand hatten. Der Club Oberalster 2 wurde also gechartert, und zwar am 2.5.1981, also vor jetzt zwanzig Jahren. Menschliche und organisatorische Kontakte verbinden beide Clubs, wobei sie unabhängig voneinander ihr Gemeinschaftsleben führen, aber immer in ihrem Wollen und Tun zu Nutz und Frommen des CVJM Oberalster.
Ausgehend von der weltersten Clubgründung 1922 in den USA sind wir ja ein noch junges Glied einer Gemeinschaft, die sich parallel zum CVJM entwickelt hat und insbesondere bei den diversen Entwicklungsprojekten eng mit diesem zusammenarbeitet Hilfe zur Selbsthilfe, getragen von verschiedenen Organisationsebenen, schafft eine Solidarität, die sich auch in einem vielfältigen gegenseitigen Besuchsprogramm ausdrückt. Die Struktur unserer Bewegung hat Ähnlichkeit mit der der Lions- und Rotary-Clubs oder auch der Logen. Einen so hohen elitären Anspruch stellen wir allerdings nicht.
Symbole haben ja eine besondere Aussagekraft, und so ist mit dem roten gleichschenkligen Dreieck ein Zeichen gesetzt worden, das uns immer wieder an unseren Auftrag und die Glaubensmitte erinnert. Die bekannten „aller guten Drei” finden wir gleich mehrfach: die Trinität (Gott, Sohn, Heiliger Geist), Glaube-Liebe-Hoffnung, und, auf unser Dreieck bezogen: Seele, Geist und Körper, die gleichwertig und gleichgewichtig unser auf der Spitze stehendes Dreieck in der Balance halten sollen. Die drei Schenkel des Y sind natürlich auch zu deuten: Gemeinschaft mit Gott, Gemeinschaft mit dem nahen Nächsten und Gemeinschaft mit dem fernen Nächsten. Alles in allem „Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du”, sei es innerhalb der weltweiten Clubgemeinschaft oder generell, bezogen auf alle Gotteskinder. Der Stern von Bethlehem in unserem Emblem ist ein Wegweiser, dem zu folgen es sich lohnt.

Wir wünschen dem Y’s Men’s Club Oberalster 2 auf diesem Weg Gottes Segen und viel Kraft und Zuversicht.

Dietrich Genzel